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Erfolgshonorar

Grundsätzlich ist es seit dem 1. Juli 2008 Anwälten auch in Deutschland gesetzlich gestattet unter bestimmten Voraussetzungen, Erfolgshonorare mit ihren Mandanten zu vereinbaren. Dabei liegt eine Erfolgshonorarvereinbarung dann vor, wenn sich die Höhe der Anwaltsvergütung nach dem erzielten Erfolg richtet.

Erfolgshonorarvereinbarungen können mit dem Anwalt sowohl für die außergerichtliche Vertretung als auch für die anwaltliche Vertretung im Gerichtsverfahren zulässig vereinbart werden.

So kann der Rechtsanwalt beispielhaft mit seinem Mandanten vereinbaren, dass der Mandant ihm im Falle des Unterliegens keine oder nur eine geringere als die gesetzliche Vergütung (RVG) zahlt, wenn für den Erfolgsfall ein angemessener Zuschlag auf die gesetzliche Vergütung vereinbart wird.
 
Ein derartiges Erfolgshonorar darf nur für den Einzelfall und nur dann vereinbart werden, wenn der Auftraggeber aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse bei verständiger Betrachtung ohne die Vereinbarung eines Erfolgshonorars von der Rechtsverfolgung absehen würde (§ 4a Abs. I S. 1 RVG). Dies setzt allerdings nicht voraus, dass der Auftraggeber nicht in der Lage wäre, die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Es genügt grundsätzlich, wenn der Auftraggeber in Ansehung der Kosten von der Rechtsverfolgung abgesehen hätte.

Gerne können Sie uns vor Beauftragung und Mandatierung auf die Möglichkeiten einer Erfolgshonorarvereinbarung in Ihrem Fall ansprechen.
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